Bestandsschutz für Clubs

In den letzten zwei bis drei Jahren haben zahlreiche Clubs in Berlin geschlossen. Einige davon taten dies aus freien Stücken, weil die Betreiberinnen und Betreiber nicht mehr weitermachen wollten oder ein neues Konzept an einem anderen Ort realisiert wurde, manchen ging auch das Geld aus. Das ist normal für eine dynamische und abwechslungsreiche Clubszene, wie sie Berlin nach wie vor hat. Daneben gab es aber zunehmend Fälle, bei denen Lärm- oder andere Reklamationen von Anwohnern – häufig in Neubauten – oder steigende Mieten dem Club den Garaus machten (siehe auch den Beitrag von Max Neumann hier im Blog).

Clubs sind nicht nur ein Magnet für Touristinnen und Touristen aus aller Welt, sondern gehören zu lebendigen Kulturlandschaft in Berlin und tragen zur Durchmischung der Stadtteile bei. Zur Stärkung ihrer Position bei Neubauten hat die SPD im Abgeordnetenhaus angekündigt, in Kürze einen Bestandsschutz für Clubs durchzusetzen. Wenn neben einem bestehenden Club neue Wohnhäuser gebaut werden, wird der Bauherr verpflichtet, für einen ausreichenden Lärmschutz zu sorgen. Damit soll verhindert werden, dass zu Auseinandersetzungen zwischen neu einziehenden Mietern und Verkäufern und dem bestehenden Club kommt, und, wie einige Male geschehen, der Club dann geschlossen wird.

Siehe auch den Artikel im Tagesspiegel.