Wie man als Buchautor (über)lebt

Gastbeitrag von Wolfgang Gründinger

Wolfgang Gründinger, Buchautor

Wolfgang Gründinger, Buchautor
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„Du bist Autor? Äh… Und davon kann man leben?“ Die Standardfrage ist so leicht nicht beantwortet. Aber es geht: Man wird nicht reich vom Bücher schreiben (es sei denn, man heißt Thilo Sarrazin und schreibt konfuse Dinge über Integrationspolitik, dann winkt schon mal ne Million), aber man kann davon leben, zumindest in Berlin (billige Mieten, Cafés mit W-LAN und Steckdosen, günstiger Espresso). Mit der Rentenvorsorge wird’s allerdings schon wieder schwieriger.

Doch der Reihe nach: Man muss erst einmal einen Verlag finden, der das Buch verlegt. Prinzipiell kann man sein Werk auch über Internetdienste wie Books on Demand selbst verlegen, aber das bringt für die Mehrzahl der Autor_innen nicht den erhofften Erfolg, da die Bücher dann nicht in den Buchhandlungen liegen und Spontankäufe damit wegfallen, die aber den Großteil der Leserschaft ausmachen. Daher an die Verlage rantreten, und zwar an die seriösen unter ihnen, denen man nicht erst einen Druckkostenzuschuss zahlen muss.

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