Kreativwirtschaft wächst moderat und gründet weniger

Aussagen aus dem aktuellen Monitoring-Bericht des BMWi

Der aktuelle Monitoring-Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zeigt positive Entwicklungen in der Kultur- und Kreativwirtschaft auf. So sind die Umsätze um 2% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • 249.000 Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft
  • 146 Milliarden EUR Umsatz in 2014 (+2,2%)
  • 1,62 Millionen Beschäftigte (abnehmende Zahl der geringfügig Beschäftigten)

Das Wachstum in der Branche ist dabei sehr unterschiedlich verteilt. Während der Werbe-, Presse- und Kunstmarkt weiterhin schrumpfen, wächst die Software- und Gamesbranche deutlich überdurchschnittlich mit 7%.

Die Zahl der geringfügig Beschäftigten in der Kultur- und Kreativwirtschaft nimmt weiterhin ab, ein positiver Trend, der bereits seit einigen Jahren anhält. Nach wie vor ist die Kultur- und Kreativwirtschaft vorwiegend von Klein- und Kleinstunternehmen geprägt. In den Unternehmen sind durchschnittlich 4 Menschen tätig. Insgesamt liegt die Zahl der Beschäftigten in der Kultur- und Kreativwirtschaft aber über den Beschäftigtenzahlen der Automobilindustrie, dem Maschinenbau oder der chemischen Industrie.

Die Zahl der Neugründungen hat weiter nachgelassen und erreicht nun den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Mit Ausnahme der der Software- und Gamesbranche sind alle anderen Teilmärkte seit Jahren rückläufig. Das ist insofern bedeutend, als dass es gerade die kleinen und neu gegründeten Unternehmen sind, welche als besonders innovativ eingeschätzt werden. Die Innovationskraft der Kultur- und Kreativwirtschaft strahlt dabei auch in andere Branchen aus.

Der Monitoring-Bericht ist abrufbar auf den Seiten des BMWi unter: http://www.kultur-kreativ-wirtschaft.de/KuK/Navigation/Mediathek/publikationen,did=741868.html