Wirtschaftskonferenz der SPD Berlin „DIGITALISIERUNG – MOTOR FÜR BERLINS WIRTSCHAFT“ am 27.06.2017 im Willy-Brandt-Haus in Berlin

Jetzt anmelden: http://www.spd.berlin/wirtschaftskonferenz2017

Beginn: 19 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 141
10963 Berlin
U-Bhf. Hallesches Tor, S-Bhf. Anhalter Bahnhof

Der Berliner Wirtschaft hat in den letzten zehn Jahren – maßgeblich getragen von Innovationen und Geschäftsmodellen in der IT- und Digitalbranche – einen beachtlichen ökonomischen Aufholprozess hingelegt. Berlin kann sich zur Metropolregion der Digitalwirtschaft und künftiger Branchen einer sich abzeichnenden Industrie 4.0 entwickeln, wenn wir die Veränderung der Wirtschaft politisch begleiten und gestalten. Die Handlungsfelder für ein Ökosystem aus Startups, Industrie 4.0 sowie zukunftsgerichteter Technologie- und Innovationspolitik wollen wir in drei Themenpanels auf der Wirtschaftskonferenz mit Akteuren der Branchen diskutieren und Handlungsfelder für die Landespolitik entwickeln.

PROGRAMM:

Begrüßung: Barbara Loth, stv. SPD-Landesvorsitzende

Key Note: Michael Müller, SPD-Landesvorsitzender

Diskussion in Panels:

Startup-City Berlin

Moderation: Dr. Margaretha Sudhof

  • Hendrik Brandis, Partner bei Earlybird Venture Capital GmbH & Co. KG
  • Christoph Hohmann, Leiter Digital Business Development Volkswagen Berlin
  • Anna Kaiser, CEO Tandemploy GmbH
  • Sascha Schubert, Stellvertretender Vorsitzender Bundesverband Deutsche Startups e.V.

Industrie 4.0 in Berlin

Moderation: Sabine Smentek

  • Michael Bültmann, Geschäftsführer HERE Deutschland
  • Acis Demandt, COO Berliner Glas
  • Christian Hoßbach, Stellvertretender Vorsitzender DGB Bezirk Berlin-Brandenburg

Berliner Technologie- und Innovationspolitik

Moderation: Björn Böhning

  • Philipp Bouteiller, Geschäftsführer Tegel Projekt GmbH
  • Dr. Gesche Joost, Professorin an der Universität der Künste Berlin, Digital-Botschafterin in der Initiative Digitale Champions der EU-Kommission
  • Dr. Christian Thomsen, Präsident Technische Universität Berlin

Podium mit Ausblick:

Moderation: Dr. Markus Klimmer, Unternehmens- und Politikberater

  • Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei Berlin
  • Sabine Smentek, Staatssekretärin für Informations- und Kommunikationstechnik
  • Margaretha Sudhof, Staatssekretärin für Finanzen

 

Networking und Get-together

TEILEN, HABEN, TEILHABEN: Share Economy – Neue Konsumkultur oder innovatives Geschäftsmodell?

Veranstaltung des Arbeitskreises Kreativwirtschaft im Fachausschuss Wirtschaft, Arbeit, Technologie der Berliner SPD

„Jetzt ein Auto“. Nicht das eigene, sondern nur geliehen für den Moment. Das gleiche Prinzip mit Elektroroller, Fahrrad oder Kleidung – in Berlin geht fast alles. Hier boomt die Share Economy, die gemeinsame zeitlich begrenzte Nutzung von Ressourcen.

Berlin ist der Ort, wo Neues entsteht, neue Geschäftsmodelle ausprobiert und Startups der Share Economy auf einen neugierigen und quirligen Markt treffen. Wir schauen genauer hin und diskutieren zusammen mit Unternehmen der Share Economy.

Ist Teilen das neue Haben? Und können alle daran teilhaben? Welche Chancen hat Berlin durch die Share Economy? Wo entstehen Risiken?

Wir wollen diskutieren mit:

  • Christiane Harders Kommunikation und PR drivy (Car-Sharing mit Privatfahrzeugen)
  • Anastasia Albert Head of Communication Mila AG (Vermittlerin von Crowd Services)
  • Valerian Seither Geschäftsführer Emio (Elektroroller-Sharing Berlin)
  • Christian Vollmann Geschäftsführer Nebenan.de (Nachbarschaftsplattform)
  • Björn Böhning (Senatskanzlei Berlin)
  • Gerd Scholl (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung)
  • Johannes Jakob (Gewerkschaft DGB)

Hierzu laden wir ein:

am Dienstag, 03.05.2016 um 19.00 Uhr im Impact Hub Berlin-Kreuzberg · Friedrichstraße 246 · 10969 Berlin
Erreichbar mit: Bus M41, 248 sowie U1 und U6 (Hallesches Tor)

Um Anmeldung wird gebeten unter www.spd.berlin/share-economy oder telefonisch unter 030.4692-222

Konsolidierung und teils immer noch prekär

Die Kreativwirtschaft in Berlin und Brandenburg durchläuft eine Phase der Konsolidierung. Die Euphorie und Aufbruchstimmung aus den Jahren seit 2011 ist deutlich gedämpfter, so konstatiert es der aktuelle Kultur- und Kreativwirtschaftsindex 2015 (KKI).

Dabei hat sich die Kultur- und Kreativwirtschaft in Berlin und Brandenburg zu einer festen Säule der Wirtschaft entwickelt. Bei den Umsätzen (im Jahr 2013) zieht die Branche mit 15,6 Mrd. Euro mittlerweile fast mit der Bauwirtschaft gleich und beschäftigt inzwischen fast 220.000 Erwerbstätige (Angestellte und Selbstständige). Tendenz: weiter steigend.

Dennoch werden im Detail teils erhebliche Unterschiede in der Situation der Teilmärkte deutlich. Nachwie vor ist der Anteil der Kreativen, die von ihren Einkommen schlecht oder gar nicht leben können in den Bildenden und darstellenden Künsten dramatisch hoch. Prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse sind in diesen Bereichen trotz wirtschaftlich guter Gesamtlage nach wie vor anzutreffen. Dabei ist umso alarmierender, dass sich diese Branchen von der Politik schlecht oder gar nicht unterstützt fühlen (42% der Befragten laut KKI).

Zugleich droht Berlin durch den schnellen Wandel gerade im Bereich günstiger Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten einen seiner wesentlichsten Standortvorteile zu verlieren. War dies in früheren Untersuchungen des KKI noch umgekehrt und die gute Wohnraumsituation in Berlin einer der Hauptanziehungspunkte für den Zuzug von Kreativen in die Hauptstadt, so hat sich dies inzwischen ins Gegenteil verkehrt. Dennoch bleibt Berlin wegen seiner Dichte an kulturellen Angeboten, der touristischen Attraktivität, der Vielzahl an Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten und dem hohen Grad der Internationalisierung nach wie vor ein attraktiver Standort. Die Kultur- und Kreativwirtschaft steht dabei zugleich in Symbiose mit vielen anderen Wirtschaftszweigen der Region.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft hat schon für sich in den letzten Jahren nicht nur auf Bundesebene, sondern noch stärker in Berlin-Brandenburg zugenommen. Darüber hinaus geht von ihr jedoch auch eine starke Strahlkraft in andere Wirtschaftszweige aus, z. B. in den Tourismus, oder in alle Branchen, deren Fachkräftebindung durch einen kulturell attraktiven Standort erheblich verbessert wird. Insofern lohnt es, diesem Sektor besondere Aufmerksamkeit zu widmen. (Quelle: KKI2015, S. 3).

Während die Anzahl der Neugründungen in den Kreativbranchen weiterhin rückläufig ist, nimmt das Alter der Unternehmen weiter zu. Daraus lässt sich schließen, dass sich die Kultur- und Kreativwirtschaft stabilisiert und in Teilen bereits in Konsolidierung begriffen ist. Das Marktumfeld entwickelt sich dagegen positiv. Die Absätze für Güter der Kultur- und Kreativbranche stiegen seit 2011 kontinuierlich an, d.h. dass zunehmend mehr Güter auch in der Region abgesetzt werden können und Berlin-Brandenburg damit als Absatzregion an Bedeutung gewinnt. Dennoch spiegeln sich die verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (noch) nicht in den Einkommen wieder. Hier geben im KKI nur noch 38% der Befragten an, mit ihren Einkommen zufrieden zu sein.

Das die Kultur- und Kreativbranche äußerst heterogen strukturiert ist, zeigt sich im aktuellen KKI sehr deutlich. Um Berlin also künftig als Metropolregion der Kultur- und Kreativwirtschaft zu behaupten, braucht es daher in den kommenden Jahren verstärkte und gezielte Anstrengungen seitens der Politik.

Der aktuelle Kultur- und Kreativwirtschaftsindex (KKI) für 2015 ist abrufbar unter: http://www.berlin.de/projektzukunft/ikt-wirtschaft/mobile/artikel/kultur-und-kreativwirtschaftsindex-veroeffentlicht-branche-ist-endgueltig-bedeutender-wirtschaftsfa/

Kultur als tragende Säule der Stadt

Für die Entwicklung Berlins ist Kultur eine der tragenden Säulen. Das machte Berlins Regierender Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller jetzt in einer kulturpolitischen Grundsatzrede deutlich. „Ohne Kunst und Kultur wäre dieses solidarische und gute Zusammenleben in unserer Stadt nicht möglich.“ Auch bei der Integration der nach Berlin geflüchteten Familien setzt Müller auf die Berliner Kultur.

Michael Müller, Regierender Bürgermeister Berlin.

Michael Müller, Regierender Bürgermeister Berlin.

Ein gutes Dreivierteljahr nach seinem Amtsantritt und mitten in den Haushaltsberatungen für die kommenden zwei Jahre gab Michael Müller auf Einladung des Kulturforums Stadt Berlin der Sozialdemokratie einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen. Die Vielfältigkeit und das Miteinander von Freier Szene und großen Häusern sei dabei eine der Stärken der Stadt, so Müller.

Als eine der großen  Aufgaben sieht Müller die Gestaltung des Humboldtforums  an. Der Bund engagiere sich damit im Herzen der Hauptstadt und Berlin werde auf seinen 4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche mit seinem neuen Ausstellungskonzept einen Beitrag zur aktuellen Debatte leisten. „Die Idee für das Humboldtforum, diese Geschichte, in der sich unzählige Völker wiederfinden werden in „Welt.Stadt.Berlin“ zu erzählen, wird der Welt etwas von dem zurückgeben, was sie uns über Jahrhunderte durch Zuwanderung geschenkt hat“, so Müller.

Die Ausstellung im Humboldtforum werde zeigen, wie sich 200 Jahre Migration in der Berliner Geschichte widerspiegeln. „Wir bekommen viel Unterstützung für unseren neuen Ansatz“, so Müller.

Was die Entwicklung der Theater,  Opernhäuser und Museen angeht, hat der Kultursenator bereits mit den ersten Personalentscheidungen deutliche Akzente gesetzt. So wurde der renommierte Museumsmann Paul Spies als Direktor der Stiftung Stadtmuseum gewonnen. „Seine Aufgabe wird es sein, die Stiftung und ihre Arbeit neu auszurichten“, so Müller. Spies soll zugleich an der Ausstellung im Humboldtforum mitwirken..

Mit der vieldiskutierten Berufung von Chris Dercon an der Volksbühne werde ein neuer Schritt gegangen, die Grenzüberschreitung des klassischen Theaters hin zur Bildenden Kunst, dem Tanz und zu anderen Darstellungsformen zu erkunden. Viel verspreche er sich auch von der Zusammenarbeit Jürgen Flimms mit dem Nachfolger in der Intendanz Matthias Schulz vom Mozarteum.

Die Bedeutung der Kultur für Berlin spiegelt sich auch im Haushaltsentwurf 2016/2017 wider: 2016 erhöht sich der Etat um knapp 7 %  auf rd. 504,5 Mio.  Euro.  Für das Jahr 2017 ist sogar eine Steigerung um über 10 %  auf dann 521,6 Mio. € vorgesehen. Müller: „Wir bewegen viel Geld für die Kultur. Das Mehr an Geld ist aber dringend notwendig, um der Kultur wieder Spielräume zu geben. Denn ein großes Problem in Kunst und Kultur – nicht nur in Berlin, sondern generell in Deutschland – ist die schleichende Erdrosselung der künstlerischen Leistung durch steigende Fix-  und Personalkosten. Hier setzen wir an und erhöhen damit Spielräume für die künstlerischen Aspekte.“

Deutlich erhöht werden die Mittel für die Freie Szene, Michael Müller sicherte zu, sich dafür einzusetzen, dass ihr auch höhere Einnahmen aus der City-Tax zugutekommen.  „Das ist mir wichtig, auch, weil die Freie Szene die City Tax mit erstritten hat“, so Müller.
Förderung erfolgt auch über  Stipendien und Preise. Es müsse zudem Räume für Kunst und Kultur  geben, so Müller.   Hier wurden die Fördermittel ebenfalls deutlich aufgestockt.
Die finanzielle Lage vieler Kreativer bleibt schwierig. Da der Mindestlohn meist nicht greife, müssten langfristig neue Wege gefunden werden. Müller verwies aber auf die Stärkung der Ankaufsetats für die Sammlungen und Ausstellungshonorare für Landes- und Bezirkseinrichtungen.

AG Kreativwirtschaft mit Thesen zur Wirtschaftspolitik auf dem Landesparteitag der Berliner SPD am 13.6.2015

Auf dem Berliner Landesparteitag stellte die AG Kreativwirtschaft im Fachausschuss Wirtschaft, Arbeit, Technologie ihren Beitrag zum kommenden Wahlprogramm zur Diskussion. Ein Riesen-Interesses gab es an der Kommentierung unserer Kernthesen für die Kreativwirtschaft.

thesen_meinungen

Unsere kommentierten Kernthesen für eine sozialdemokratische Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik.

diskussion_thesen

Ihre Meinung ist gefragt!

barbara_loth_kreativwirtschaft

Barbara Loth, stellvertende Landesvorsitzende der Berliner SPD und Vorsitzende des Fachausschusses Wirtschaft, Arbeit, Technologie am Stand.

mindrup_stand_fachausschuss

Standbesuch von Klaus Mindrup, Mitglied des Bundestages.

 

Dank an alle, die den Stand möglich gemacht haben!